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24.02.2018

Gelobtes Land (Teil 3)



Wir wurden grösser und unsere Aufgaben änderten sich. Wir bewachten die Herden. Die Zeiten waren für alle Geschöpfe hart. Es kam der Tag, da belauerte ein Löwe auf der Suche nach Nahrung unser Dorf. Mbelu und ich waren allein, als er angriff. Wir versuchten den Löwen mit Rufen zu verjagen, aber er war genauso verzweifelt wie wir. Er schoss auf uns zu, Zähne fletschend, die blutrote Zunge aus seiner Schnauze hängend.  

Mbelu und ich standen Seite an Seite, unsere Lanzen in der Hand. Der erste Aufprall warf uns von den Füssen und stoppte den Löwen. Aber es brauchte noch viele Stösse, bis er besiegt war. Mbelu war damals fünfzehn gewesen, und ich dreizehn. Aber von dem Tag an, galten wir als Männer.

Mbelu sagt, Spanisch sei nicht schwierig, und dass sowieso die meisten Leute etwas Englisch verstehen. Unser Englisch ist rau und mit vielen Wörtern aus unserer Sprache durchsetzt, die mehr Sinn machen als die fremden Ausdrücke.

"Es wird
Missverständnisse geben", sage ich Mbelu.

Er lacht nur. "Was gibt es da falsch zu verstehen? Wir sind ehrliche Männer auf der Suche nach Arbeit. Mr Rahmani sagt, in Spanien beginnt bald die Ernte. Die Bauern suchen Arbeiter, und sie zahlen gut. Bis zu 10 Euro pro Stunde." 

"Was für eine Wohnung werden wir finden? Und was wird sie kosten?"

"Du machst dir zu viele Sorgen, Nkosi. Wir sind doch zusammen. Wir werden zwei Löhne haben. Wir könnten leicht von einem leben und den zweiten heimschicken."

"Was, wenn einer von uns krank wird?"
(Fortsetzung folgt)