Cookies

This site uses cookies, for example to provide statistics, or to enable you to post comments. If you don't want that, please, adjust your personal browser to block cookies. (If you do so, the site might not run smoothly anymore.)
I apologise for any inconvenience.

Diese Seite verwendet Cookies, z.B. zum Erstellen von Statistiken, aber auch, um das Posten von Kommentaren zu ermöglichen. Ist dies unerwünscht, bitte den persönlichen Browser so einstellen, dass Cookies blockiert werden. (Es könnte sein, dass dadurch die Seite nicht reibungslos läuft.)
Ich entschuldige mich für eventuelle Unannehmlichkeiten.

22.05.2016

Die Venezianischen Perlen - Prolog (Teil 13)




Der Raum, den sie betraten, hatte cremefarbene Wände. Poster zeigten Buchten mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser, diversen Vogelarten und Menschen, die smaragdgrünen Küstenpfaden entlangwanderten, blühende Lupinen im Hintergrund. 

Bereits hatten die Gepäckbeauftragten begonnen, Koffer und Taschen durch eine mit Plastikstreifen bedeckte Öffnung zu bugsieren. 

Stevenson nahm seinen Koffer und wandte sich zum Gehen. Er stiess beinahe mit einem etwa zwölfjährigen Mädchen mit dunkelbraunem Pferdeschwanz zusammen. Während er noch eine Entschuldigung murmelte, registrierte er die Jeans des Mädchens, T-Shirt und lilafarbene, staubige Turnschuhe. Die Ecke eines dieser tragbaren Computer, ohne die Kids heutzutage nicht auszukommen schienen, guckte aus ihrer über die Schulter gehängten Jeans-Tasche.

Stevenson sah über das Mädchen hinweg. Seine Augen verengten sich. Dort stand eine weitere Person, die
mit dem Fuss einen Takt klopfte. Der Mann war in den Vierzigern, trug einen braunen Anzug, passende Schuhe und einen Hut. Zusammen mit den kurzen, schwarzen Haaren und dem winzigen Schnurrbärtchen erinnerte sein Outfit an einen Darsteller aus   einem Fernsehspot für Rasierapparate.

Stevenson wandte sich gerade rechtzeitig ab, um zu verhindern, dass der Mann ihn erkannte. Das war der Mann, der den BMW aus der Supermarkt-Tiefgarage gefahren hatte. Der Mann, der sich nun Nuzzolo nannte und Barbies Ehemann zu sein schien. 

Warum hatten sie sich getrennt? Warum riskierten sie jetzt, zusammen von einer Sicherheitskamera erfasst zu werden? Stevenson sah sich verstohlen um und entdeckte den Grund. Der Heliport der Scilly-Inseln war nicht mit Sicherheitskameras ausgestattet. 

Die Reise zu den Scillies war die richtige Entscheidung gewesen. Wenn alles glatt lief, würde Stevenson Erfolg haben, wo die Polizei versagt hatte. Doch zuerst musste er unbemerkt verschwinden.



 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen