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06.03.2016

Der Englische Autor Andrew Shephard beantwortet 13 Fragen



Ich bin stolz, heute einen "Blog Hop" zwischen dem Englischen Autor Andrew Shephard und mir vorzustellen. Andrew schreibt Erotische Romane unter dem Namen Robert Fanshaw. Seine Bücher erschienen als E-Book bei SteamReads, Australien, aber der Verlag wurde leider aufgelöst. Wir haben einander interviewt und das Resultat auf unseren Blogs veröffentlicht. Also, schaut doch auch unter http://fanshawrobert.blogspot.co.uk/ nach (in Englisch).

Andrew und ich lernten uns an der "Swanwick Writers' Summer School" kennen. Er fiel mir als angenehme Persönlichkeit mit grosser Menschenkenntnis und einem wundervoll schrägen Sinn für Humor auf. Seit einiger Zeit "arbeiten" wir beide im Swanwick Tweet Team. Andrew ist ausserdem der Swanwick Webmaster.


Die wichtigste Frage zuerst, Andrew: Wann erscheint Dein nächstes Buch?

Mein nächster Roman, Nellie und Tabs, wird bald fertig, und ich hoffe, er wird durch irgendeinen magischen Trick diesen Sommer erscheinen. Die Geschichte spielt ein in einer "alternativen Gesellschaft" in den 1970ern.

Warum hast Du mit dem Schreiben angefangen? Spornte Dich eine bestimmte Begebenheit an?

An meiner Schule gab es eine Zeitung, geschrieben und gedruckt von uns Schülern. Ich steuerte ein paar Texte bei und wurde später der Herausgeber. Das hat mir den Ärmel fürs Schreiben und Publizieren reingezogen. Ich fuhr fort, für Magazine zu schreiben, die mit meinen zahlreichen Berufen im Zusammenhang standen, und war auch an der Herausgabe beteiligt.

Du schreibst Erotika mit einem unheimlichen
Touch Aktualität, verwebst darin z.B. Bankenskandale und Europäische Politik. Warum hast Du dieses Genre gewählt?

Ja, warum bloss! Purer Eskapismus, schätze ich. Vor vier Jahren bemerkte ich, dass ich plötzlich mehr Zeit zum Schreiben hatte, weil meine Liebe zu meiner Arbeitsstelle jäh zerrissen wurde. Ich wollte es zur Abwechslung mit Fiktion versuchen und setzte mir das Ziel, drei Romane zu vollenden – mit dem Gedanken, dass ich danach vielleicht wüsste, wie es weitergehen sollte. Der erste, "Shameless Ambition", erschien bei SteamReads, und sie nahmen auch die nächsten beiden "Shameless" Bücher und eine Novelle über Cricket. Es war toll, solange es dauerte, und ich lernte viel darüber, was funktioniert und was nicht.

Was ist für Dich schwieriger, das Geschichten-Ausdenken oder das Verputzen?

Es kommt auf meine Laune an. Manchmal ist jeder einzelne Schritt des Schreibens leicht und ein Genuss. Und manchmal ist es sehr schwierig, vom Technischen und von der Motivation her. Ich versuche, leichten Herzens zu schreiben, mit einem Lächeln zwischen den Zeilen. Das Verputzen kann eine Plackerei sein, aber es lohnt sich, aus dem Text das Beste herauszuholen.

Hast Du einen Liebling unter Deinen Büchern? Welches?

Mein Liebling ist der Roman, den ich gerade fertiggestellt habe, Nellie und Tabs, weil ich die Charaktere und die Welt, die sie bewohnen, liebe. Ich brauchte mehrere Anläufe während des Verputzens – etwas war einfach falsch. Plötzlich war es, als hätte ich das fehlende Puzzleteilchen gefunden, und ich war zufrieden. Ich hoffe, das Buch wird bald auch einige Leser glücklich machen.

Wie integrierst Du das Schreiben in Deinen Alltag?

Dieser Tage muss ich nicht mehr "raus zur Arbeit". Also integriere ich meinen Alltag in mein Schreiben. Ich finde, um Ideen für Plots und Kurzgeschichten zu bekommen, gibt es nichts Besseres, als mit dem Hund spazieren zu gehen. Und sich dann gleich hinzusetzen und mit der Arbeit zu beginnen. Wenn ich einen Roman erst einmal angefangen habe, muss ich mich an eine Routine von 1000 neuen Wörtern am Tag halten, damit sich die Kapitel in einigermassen vernünftigem Tempo auftürmen. Lesen ist genauso wichtig wie schreiben, und ich beginne normalerweise jede Schreibsitzung mit dem Lesen von ein, zwei Gedichten.

Solltest Du je das Genre wechseln wollen, was würdest Du gerne schreiben?

Ich denke, ich habe das Genre mit meiner letzten Erzählung gewechselt, und ich schreibe auch Gedichte, Kurzgeschichten und Artikel. Einige meiner kürzeren Texte erschienen letzthin in einer Sammlung mit dem Titel "Dining on WORDS", publiziert von einer "Writing Group". Das Wichtigste ist für mich, den Prozess zu geniessen, und mich nicht zu sehr auf das Resultat zu versteifen. So viele Bücher werden veröffentlicht, und es ist schwierig, Leser zu finden, ausser Du schlägst eine Saite an, die eine Resonanz mit dem Zeitgeist hat.


Welcher Deiner Sinne ist bei der Geburt einer Idee am meisten gefordert?

Ich glaube, ich neige dazu, Dinge zuerst zu sehen, wie ein Stück auf einer Bühne. Aber mit etwas Konzentration kommen Töne und Gerüche sehr lebendig dazu, besonders, wenn ich aus meinen persönlichen Erfahrungen schöpfe.

Besuchst Du im Zusammenhang mit dem Schreiben irgendwelche Anlässe?

Genau wie Du, Karin, bin ich ein begeisterter "Swanwick Writers' Summer School" Teilnehmer. Ich war auch schon bei Treffen der "Romantic Novelists Association", wo ich natürlich neben all den Frauen in der absoluten Minderheit war! Dieses Jahr bin ich Freiwilliger Helfer beim "Huddersfield Literature Festival" im März.

Welchen Schreiborganisationen gehörst Du an?

Ich bin ein Mitglied von RNA (siehe oben) und des ALCS, der sich um die Tantiemen etc. kümmert. Ich habe in der Vergangenheit auch Sachbücher und einzelne Kapitel in Büchern anderer Leute geschrieben.  

Wie wichtig ist Leserfeedback für Dich?
Feedback ist in der Tat äusserst wichtig; vor allem, wenn man damit Abwehrreaktionen entgegenwirken kann. Kritische Bemerkungen sind mindestens so wichtig wie Lob, vorausgesetzt, ich bedenke, dass es das Werk ist, das kritisiert wird, und nicht der Autor.

Wie können Leser Dich erreichen?

Leser können auf http://fanshawrobert.blogspot.co.uk/ eine Nachricht hinterlassen. Oder auf:  http://yorkshirewriterslunch.blogspot.co.uk/
Oder Ihr könnte mir tweeten:  @RobertFanshaw
Für ein Gratisexemplar der "Shameless-Serie" schickt Ihr eine E-Mail an:



Was ist Dein absolutes Lieblingsbuch?

Ich sehe, Du hast Dir die schwierigste Frage für den Schluss aufgehoben! Das wechselt immer wieder, aber im Moment ist mein Lieblingsbuch Siddhartha von Hermann Hesse (in der englischen Übersetzung).

Danke für den faszinierenden Einblick in Deinen Schreiballtag, Andrew. Wir freuen uns schon sehr darauf, Nellie und Tabs kennen zu lernen (viel Glück für den schwierigsten Teil der Reise), und hoffen, schon bald mehr von Dir und Deinen Büchern zu hören. Und ich freue mich speziell darauf, Dich im August wieder zu sehen.
Jetzt müsst Ihr mich entschuldigen. "Der "Shameless" Download scheint fast beendet zu sein…

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