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30.01.2016

Die Venezianischen Perlen - Prolog (Teil 8)



Der Junge direkt vor Stevenson machte einen müden Eindruck. Er war schlank und sah aus, als triebe er viel Sport. Seinen riesigen Rucksack zurechtrückend, fuhr sich der Junge immer wieder mit den Fingern durch das dunkle, gewellte Haar. Er schien allein zu reisen und umklammerte sein Ticket und einen Schweizer Pass so fest, als würden sie ihm jeden Moment entrissen.

Vor dem Jungen stand eine ältere, rundliche Frau, die nach Mottenkugeln roch. Ihr Mann war so mager, dass ihm seine Hose um die Beine schlotterte. Ein weiteres Ehepaar mit zwei Vorschulmädchen schloss jenseits des Kontrollpostens gerade die Reissverschlüsse seiner Koffer. Eines der Mädchen stopfte Eimer und Plastikschaufeln in einen rosa Rucksack, das Gesicht ernst vor Konzentration. 

Mt. St. Michael in der Nähe von Penzance
Da seine Verdächtigen immer noch nicht zu sehen waren,
bezweifelte Stevenson plötzlich, ob seine Entscheidung, auf die Scilly-Inseln zu fliegen, nicht voreilig gewesen war. Hatte er die falschen Schlüsse gezogen? Jetzt war es zu spät. Er musste die Reise durchziehen und hoffen, die Räuber zu finden. Schliesslich bediente Penzance Heliport keine weiteren Destinationen. Stevenson passierte die Sicherheitskontrolle und setzte sich auf einen der roten Plastikstühle in der winzigen Abflughalle.
"Meine Koffer durchsuchen? Wozu denn?", fragte eine laute Frauenstimme.

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