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08.08.2015

Die Frau im Morgenmantel (Teil 1)

Normalerweise übersetze ich die Geschichten einfach in Deutsch oder Englisch. Aber hier versuchte ich zwei leicht unterschiedliche Ansätze. Bin gespannt, was Ihr davon haltet...(Ursprünglich erschienen in "Alois und Auguste - Geschichten über das Vergessen)

 

Ich schrecke hoch. Das Bett neben mir ist leer. Angst greift nach meiner Kehle. Ich rede mir ein, dass ich mir seine nächtliche Abwesenheit ja von früher gewohnt bin. Ich mache die Nachttischlampe an und starre an die Decke. Es ist alles in Ordnung!

***
Kommissar Gabatuler schlenderte durch die fremde Wohnung. "Tatort", korrigierte er sich. Es war besser, Abstand zu halten. "Wohnung" klang intim; nicht die richtige Bezeichnung für
einen Ort, wo vor kurzem zwei Leichen gefunden worden waren. Ein Tatort dagegen war neutral, steril, davon konnte man sich distanzieren. Und Distanz, das hatte er in seiner langen Dienstzeit weiss Gott gelernt, war nötig.

Dieser Tatort berührte ihn. Das war nicht gut. Er war mit der Aufklärung zweier Todesfälle beauftragt, da durfte er sich nicht ablenken lassen. Aber die Wohnung wirkte so vertraut, hätte seine eigene sein können. Die Opfer waren im selben Alter wie er und Trudi. Sogar das Nachthemd und den Morgenmantel der weiblichen Leiche glaubte er schon einmal gesehen zu haben.

Scheinwerfer verströmten kaltes, weisses Licht. Die SpuSi war bei der Arbeit. Sie staubten alles ein, nahmen Fingerabdrücke. Die Lichtschalter waren noch tabu.
(Fortsetzung folgt)

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