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21.06.2015

Was sonst los war...

So wahrt man seine Chancen - Tipps der Jury
Zum zweiten Mal wird diesen November anlässlich des ABRAXAS Kinderbuchfestivals in Zug der "Baarer Rabe" vergeben werden. Dieser Förderpreis prämiert ein unveröffentlichtes deutschsprachiges Werk von Autorinnen und Autoren (einzeln oder im Team), die Kinder- oder Jugendliteratur erschaffen, aber noch keine eigenständige Publikation in dieser Sparte herausgegeben haben (Zitat Webseite ABRAXAS-Festival).
Der "Baarer Rabe" ist mit einer Preissumme in der Höhe von Fr. 4‘000.– einer der höchstdotierten dieser Art im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich winkt die Veröffentlichung der Geschichte in Form eines SJW-Heftes.
Ort der Entscheidung. Schüür in Baar
Auch in diesem Jahr durfte ich als Jury-Mitglied bei der Wahl mithelfen. Der Wettbewerb hatte verschärfte Regeln erhalten. Vielleicht lag es daran, dass die Qualität der eingeschickten Werke höher war, als letztes Mal.
Doch auch so fiel auf, dass offenbar immer noch viele Leute denken, man könne eine Kindergeschichte schnell an einem verregneten Sonntagnachmittag schreiben, und Qualität sei dabei sowieso nicht wichtig. So musste die Jury dieses Jahr z.B. bemerken, dass keiner der Texte – nicht einmal der Siegertext – so ausgearbeitet war, dass er ohne redaktionelle Veränderung zur Veröffentlichung übernommen werden könnte. (Im Gegensatz zur Gewinnerin 2013 "The Best of Tarantino", die neben genialem Aufbau und Humor vor allem durch ausgefeilte Sprache bestach.)
Wenn zukünftige Wettbewerbsteilnehmer/innen (und das gilt nicht nur für den "Baarer Raben") ihre Chancen auf einen Sieg wahren wollen, sollten sie diese 5 Tipps der Jury beachten:

1.) Regeln befolgen!

Wenn z.B. ungeheftete Manuskripte in gängiger Darstellung mit doppeltem Zeilenabstand verlangt werden, ist das so gemeint. Ein geheftetes Ms mit 1.5 Zeilenabstand wird der Jury höchstwahrscheinlich gar nicht vorgelegt.

2.) Korrekturprogramm aktivieren!
So viele Geschichten wiesen Rechtschreibefehler auf, die jedes herkömmliche Korrekturprogramm erkennt. Also: einschalten, und Hinweise des Programms beachten. Aus diesem Punkt folgt automatisch der nächste…

3.) Durchlesen!
Bevor die Geschichte zur Post geht, sollte man sie sich mindestens ein Mal laut vorlesen. Abgehackte Sätze, zu lange Satz-Konstrukte und Holpern fallen einem erst beim lauten Lesen auf. Auch merkt man nur so, wenn ein Satz mitten drin Richtung ändert. Etwas, was dieses Mal mehr als einmal auffiel.

4.) Verputzen!
Entgegen landläufiger Meinungen, sind Kinder und Teenager ein viel anspruchsvolleres Publikum, als Erwachsene. Wenn sie ein Text nicht auf der ersten Seite packt, legen sie ihn weg. Wenn die Sprache holpert oder umständlich ist, legen sie ihn weg. Wenn die Geschichte nicht logisch abläuft... Na ja, ihr wisst schon.
Also: verputzen, bis der Text flutscht, leicht zu lesen ist und von der ersten bis zur letzten Zeile mitreisst.

5.) Keine Vorlesungen!
Moralische Lektionen, schulmeisterliche Weisheiten und Besserwisserei Erwachsener haben in einem Text für Kinder und Jugendliche nichts zu suchen. Dieses Publikum ist nicht blöd. Es riecht Lektionen irgendwelcher Couleur 10km gegen den Wind, und scheut sie wie der Teufel das Weihwasser. Zwei schöne Klischees, die aber ernst zu nehmen sind. Gute Kinder- und Jugendliteratur bildet, ja, aber das muss sehr gut verpackt und mit einer schönen Schleife dekoriert sein.

Und wer hat nun den "Baarer Raben" 2015 gewonnen? Da die Pressemitteilung noch nicht raus ist, müsst ihr euch gedulden. Aber ihr werdet es ganz sicher hier erfahren. Nur so viel: Die Geschichte behandelt ein schwieriges Thema auf spannende, bewegende und mitfühlende Art.

Und jetzt, viel Glück für eure nächste Wettbewerbsteilnahme.

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