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30.05.2015

Dame in Schwarz (Teil 2)

Ja, das hatte er nun davon! Aber vielleicht waren sie ja noch im Türmchen?

Luca landete in seiner Panik erst im Verliess, aber schliesslich fand er den Sommersaal und den richtigen Durchgang. Seine Familie war nicht dort. Aber in der Mitte des Raumes, die rechte Hand auf einer Stuhllehne ruhend, den Blick durch eines der Fensterchen über den See auf den Sonnenuntergang gerichtet, stand eine grosse, elegante Dame im langen, schwarzen Seidenkleid. Ihr Haar war zu einer kunstvollen Frisur hochgesteckt.


Vater hatte aus der Broschüre vorgelesen, dass manchmal Schauspieler Figuren von früher spielten. Diese Frau konnte ihm weiterhelfen.

"Entschuldigen Sie", fragte Luca. "Haben Sie meine Eltern gesehen?"

Die Dame drehte sich um. Die blauen Augen im ernsten Gesicht wie die einer Schlafwandlerin.

"Stellen Sie den Tee hierhin, Marie", sagte sie.

Luca ärgerte sich. Die Frau spielte lieber ihre Rolle, als ihm zu helfen. Er wollte nachbohren, als er die Stimme seines Vaters hinter sich hörte.

"Hier steckst du. Rasch, sie wollen schliessen und haben nur darauf gewartet, dass du auftauchst. Es ist immer dasselbe. Vielleicht sollten wir dich einfach mal stehen lassen."

Luca wollte sich von der Dame verabschieden. Sie war weg.

Beim Hinausgehen bemerkte er das Porträt über dem Kamin: Eine elegante Dame im schwarzen Kleid mit kunstvoller Frisur.

ENDE

Das Portrait im "Türmchen" von Schloss Oberhofen
Marathonlesung: Henriette Brun stellte die Autoren (hier mich) vor

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