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25.04.2015

Unbesungener Held (Teil 3)

Hans zwinkerte ihm zu und brach den Laib in der Mitte durch. Schon das Geräusch liess ihnen das Wasser im Mund zusammenlaufen. "Erinnerst du dich an die Blonde beim Tanz letzten Samstag? Stellte sich heraus, dass sie die Tochter des Bäckers ist."

"Und was musstest du ihr dafür versprechen?"

"Wieder mit ihr tanzen zu gehen." Hans grinste frech. "Als ob sie mich dafür bezahlen müsste."

Sie nahmen gerade den ersten Bissen, als sie jemanden flüstern hörten: "Messieurs?"

Es war eine junge Bauersfrau auf der französischen Seite des Zauns. Im Arm hielt sie ein Baby. Über ihr dünnes Kleid hatte sie einen Schal geschlungen und zitterte vor Kälte.

"Ich bin hungrig, Messieurs", sagte sie, wiederholt nach dem Wachthäuschen schielend.

Opa begann, seinen Teil des Brots durch den Zaun zu drücken. Doch als die Frau es von den Maschen pflücken wollte, tauchte der deutsche Korporal auf, stiess sie weg, zog das Brot heraus und schob sich einen Brocken davon in den Mund. Die Augen der Frau füllten sich mit Tränen.

"Haben sie eure Rationen gekürzt?", fragte Opa. Er hatte Mühe, seinen Zorn aus der Stimme zu halten. "Steht es so schlimm ums Reich?"

"Wir haben mehr Vorräte, als wir benötigen", antwortete der Korporal, warf das Brot zu Boden und trampelte mit seinen schlammigen Stiefeln darauf herum.
(Fortsetzung folgt)

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