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30.08.2014

Serena und die Johanniter (Teil 7)

"Sie ist die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Ein Handelsschiff. Der Kapitän sprengte es in die Luft, um die Flucht eines Boten auf dem Weg zu Sultan Suleiman zu decken. Sie ist Malteserin, hat aber ihr Heimatland noch nie gesehen. Ihre Mutter wurde vom Piraten Dragut in die Sklaverei verschleppt."

"Lobet den Herrn!", schrie jemand in der Menge und schob sich nach vorne.

Einige der anderen Zuschauer nickten und bekreuzigten sich.

"Lobet den Herrn", rief der Mann erneut. Er trug blaue Pluderhosen, einen langen, braunen Überwurf und einen dunkelroten Turban.

"Das ist Paul", flüsterte Jerome Serena ins Ohr. "Er kam vor Jahren hierher. Die Leute sagen, auch er sei das Opfer eines Schiffbruchs gewesen. Er kleidet sich zwar nicht wie die Einheimischen, ist aber zum Christentum übergetreten und hat seinen muslimischen Namen abgelegt."

"Interessant", sagte Serena. Sie konnte diesen Mann nicht ausstehen, der sich so in den Vordergrund drängte.

Paul war drauf und dran, seinen Ausruf zu wiederholen, aber Graf Manducas unterbrach ihn: "Schon gut, Paul."

Serena verbarg ihr gar nicht damenhaftes Grinsen hinter ihrer Hand.

"Wie heisst du, mein Kind", wandte sich die Dame an Serena.

"Serena, Eure Erlaucht."

"Was sind deine Pläne, nun, da du in Malta bist? Kannst du irgendwo unterkommen?"

"Ich weiss es nicht, Eure Erlaucht. Alle Angehörigen meiner Mutter wurden getötet oder mit ihr verschleppt. Soviel ich weiss, habe ich niemanden hier."

"Du armes Ding!" Die Gräfin wandte sich an ihren Mann. "Antonio, vor einigen Tagen erst beklagte sich unsere Köchin, sie brauche eine weitere Küchenhilfe. Wir könnten doch Serena anstellen."
(Fortsetzung folgt)

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