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19.07.2014

Serena und die Johanniter (Teil 5)

Während der nächsten zwei Tage kreuzte die Galeere durchs Mittelmeer. Obwohl sie keine Spur des entkommenen Bootes fanden, bezweifelte niemand Serenas Geschichte.
Wie er es versprochen hatte, kümmerte sich Jerome wie ein grosser Bruder um Serena.
Bald wurde sie ihm gegenüber offener und erzählte, wie der Pirat Dragut ihre Mutter und tausende andere aus Gozo – der Schwesterinsel von Malta – entführt und in die Sklaverei verkauft hatte.

Der Besitzer ihrer Mutter war ein guter Mann und liess sie ihre Tochter aufziehen. Serena durfte sogar ihre Muttersprache Maltesisch lernen. Doch als Serena zehn wurde, verkaufte er sie an einen reichen Händler aus Tripoli, der sie seiner alten Mutter schenkte. Zwei Jahre später, als sich der Konflikt zwischen dem Ottomanischen Reich und den Johannitern zuspitzte, hielt es der Händler für besser, seine Mutter nach Istanbul zurückzuschicken.

Das Leben von Jerome war total anders verlaufen. Als Sohn eines Adligen aus der Provence in Frankreich war er vor drei Jahren mit zwölf nach Malta geschickt worden. Die Johanniter hatten strenge Regeln. Die Familie von Jerome war nicht blaublütig genug. Jerome würde nie ein Knappe und später Johanniter werden können.

Doch als ein sogenannter Dienender Bruder genoss er eine ausgezeichnete Ausbildung. Sobald diese abgeschlossen war, stand es ihm frei, entweder nach Hause zurückzukehren, um das Erbe seines Vaters anzutreten, oder als Dienender Bruder bei den Johannitern zu bleiben.

Unterdessen entschied der Kapitän, die Suche abzubrechen. Sie waren gefährlich nahe an Ottomanische Küsten gekommen. Es war besser, zum Grossmeister zurückzukehren. Er musste erfahren, dass eine wichtige Botschaft unterwegs zum Sultan war.
(Fortsetzung folgt)

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