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26.04.2014

Serena und die Johanniter (Teil 2)

Sie schaffte es, ruhig zu bleiben und drückte sich flach an die Bordwand. Die Männer rannten in verschiedene Richtungen davon, ohne sie zu bemerken. Als sie sich wider zu atmen traute, eilte Serena zur Kabine ihrer Herrin.

Die noble Dame ruhte auf Satinkissen. Fatima, das andere Sklavenmädchen, das sie auf ihrer Reise von Tripoli nach Istanbul begleitete, spielte die Laute. Serena warf sich zu Füssen ihrer Herrin auf den Boden und erzählte, was sie mitgehört hatte. Die Dame war lange still, dann nickte sie langsam.

"Ich glaube dir. Es muss in der Tat eine wichtige Nachricht sein, wenn der Kapitän zu solch einem Opfer bereit ist."

"Ich will nicht sterben", flüsterte Fatima. Ihr Gesicht war tränenverschmiert.
Die Dame lächelte schwach. "Ihr Mädchen seid keine Ottomanen. Dieser Krieg, der sich zwischen den Johannitern und unserem geliebten Sultan anbahnt, betrifft euch nicht. Ihr habt meine Erlaubnis, mich zu verlassen."

Kniend verharrten die Mädchen.

"Was wird aus Euch?", fragte Serena.

Die Dame strich beiden sanft über die Wange, seufzte und sagte: "Ich bin alt und bereit, mein Leben für mein Land zu geben. Geht nun. Rettet euch. Die Ritter werden gut zu euch sein, wenn sie euch finden."

Serena sprang auf die Füsse und rannte an Deck, Fatima hinter sich herzerrend.
(Fortsetzung folgt)

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