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05.10.2013

Was sonst los war...

Am Freitag, 20. September hatte ich eigentlich vor, an die Vernissage des SJW Hefts "Der Räuber" von Robert Walser in Bern zu gehen, zu der ich vom Verlag eingeladen worden war. Doch dann bekam ich einen Anruf von Mitra Devi. (Mit Petra Ivanov ist sie Herausgeberin der Krimi-Anthologie "Mord in Switzerland", von der Ihr hier schon viel gehört habt.) Sie habe eine Lesung am Freitag um 20.00h in Niederweningen und die Autorin, die mit ihr lesen sollte, sei wegen eines Todesfalls verhindert. Ob ich einspringen könne?


Nun ist aber Niederweningen von Biel aus nicht gerade um die Ecke. Kommt dazu, dass ich in meinem Brotberuf eigentlich bis 18.30h arbeite. Der beste Chef von allen rettete den Tag, indem er mir (wieder einmal) erlaubte, eine halbe Stunde früher zu gehen. Also spurtete ich kurz nach 18.00h zum Bahnhof. Der Zug hatte nur zwei Minuten Verspätung (was nach SBB-Richtlinien ja noch gar keine Verspätung ist).
So weit, so gut, denn ich hatte in Zürich sieben Minuten zum Umsteigen. Wir konnten den Bahnhof schon sehen, als wir weitere zwei Minuten warten mussten. Wer frühere Blogeinträge gelesen hat weiss, dass ich auch unter den besten Umständen vor einer Lesung im Roten drehe – Ihr könnt Euch also vorstellen,
wie entspannt ich diesmal war. Nicht vorstellen könnt Ihr Euch wahrscheinlich, wie viele unbedarfte Pendler an einem Freitag Abend einfach so in der Bahnhofshalle des HB herumstehen, wenn man doch auf direktestem Weg hindurch sprinten möchte. Zum Glück hatte auch die S-Bahn zwei Minuten Verspätung, und ich stand am Gleis, als sie einfuhr.
In Niederweningen holte mich eine der Bibliothekarinnen ab und schaffte es, mich mit ihrem netten Smalltalk einigermassen zu beruhigen. Mitra hatte bereits mit der Lesung angefangen, als wir die Treppe zur MediothekNiederweningen hinunterschlichen. An einer geeigneten Stelle in der Geschichte, blickte sie sogar kurz auf und hiess mich willkommen. Ihr zuzuhören half mir weiter, meinen Puls auf halbwegs normal zu bringen.

Mitras Lesung einer Spionage Pastiche wurde mit viel Gelächter und Applaus belohnt. In der Geschichte kommt Brubeck's "Take Five" vor. Erich Tiefenthaler, der uns mit seinen Querflöten musikalisch verwöhnte, spielte als erstes dieses Stück, gefolgt von der klassischen Miss Marple Film Melodie. Dann war ich dran. Nach meiner Lesung von "Fokus" spielte – oder besser zelebrierte – Erich den "Pink Panther" und ein James Bond Medley.

Nach einem kurzen von der Mediothek gestifteten Apéro und dem Verkaufen und Signieren einiger Bücher, mussten Mitra, Erich und ich schon wieder aufbrechen. Bewaffnet mit den wunderschönen, herbstlichen Blumensträussen, die wir von den Bibliothekarinnen erhielten, machten wir uns auf den kurzen Weg zum Bahnhof. Bei mir schwamm noch so viel Adrenalin im Blut, dass ich froh war, vor dem Zubettgehen noch die Zugfahrt vor mir zu haben, um etwas herunterfahren zu können.
Herzlichen Dank, Mitra, dass ich einspringen durfte!

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