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06.08.2013

Was sonst los war...

Nun zum letzten Teil des Beitrags über den "Baarer Raben". Vielleicht interessiert Euch die folgende Liste von Dingen, die in vielen der eingereichten Geschichten besonders unangenehm aufgefallen sind.

1. Die Autorin/der Autor liest nicht, ist nicht informiert, was Kinder und Jugendliche heute lesen.
2. Die Autorin/der Autor weiss nicht, wessen Geschichte erzählt werden soll und hüpft zwischen den Charakteren hin und her.
3. Unfertige Geschichten (hören auf, wenn die Autorin/der Autor nicht mehr weiterschreiben mag) und lose Enden (im schlimmsten Fall blieb ein verloren gegangenes Kätzchen verschollen, wurde nicht einmal mehr gesucht!)
4. Moralpredigten und aufgehaltene Zeigefinger.
5. Die Autorin/der Autor nimmt sich nicht die Mühe herauszufinden,
wie eine herkömmliche Manuskriptdarstellung aussieht.
6. Schlechtes Deutsch, Rechtschreibe- und Grammatikfehler.
7. Von Hand eingefügte Korrekturen (!) und trotzdem noch Fehler. (Man fragt sich, wie eine Stellenbewerbung jener Person aussehen würde).
8. Schlecht überarbeitete Texte (z.B. zu lange, unnötig verschachtelte Sätze; überflüssige Adjektive und Adverbien).
9. Fantasy-Welten, die keiner Logik und keinen Regeln folgen (und so der Geschichte Glaubwürdigkeit und Spannung rauben).

Wer für Kinder und Jugendliche schreiben will, sollte sich einiger Punkte bewusst sein: Der Kinder- und Jugendbuchmarkt ist der härteste und umkämpfteste der Branche, und das Publikum das anspruchsvollste und brutalste. Kinder lesen ein Buch nicht aus Nettigkeit fertig. Ein langweiliger Abschnitt, und das Buch fliegt.
Eine Kindergeschichte schreibt man nicht aus Langeweile an einem regnerischen Nachmittag. Kinder und Jugendliteratur ist keine Abkürzung. Man schreibt sie aus Leidenschaft und auch, weil man (ein bisschen) verrückt ist. Und nicht, weil das Können für Erwachsenenliteratur nicht reicht.
So, nun habe ich aber selber genug gepredigt. Immer noch interessiert? Gut! Freue mich darauf, von Euch zu hören, Eure Bücher zu lesen. Viel Glück!

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