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22.06.2013

Drachenfeuer (Teil 3)

Gerade, als er sich hinlegte und darauf vorbereitete, in den Boden zu schmelzen, hörte Rufus eine Stimme.

"Du siehst furchtbar aus!"

Rufus hob seine schweren Lider und sah eine Maus vor seiner Schnauze hocken.

"Was ist denn los?", fragte die Maus.

Rufus erzählte ihr von seinem Leiden, dass niemand in der Lage war, ihn zu erschrecken, und dass er deswegen bald mit dem glühenden Erdinneren vereint sein würde.

"Sonst nichts?", fragte die Maus. "Ich kenne jemanden, der dich erschrecken kann. Komm mit!"

Und sie führte Rufus über die Ebene in den Wald hinein.
Sie durchquerten einen Sumpf, kämpften sich durch Brombeersträucher und ein Mikado-Labyrinth, das der letzte grosse Sturm aus dem Buchenwald gemacht hatte. Als Rufus schon dachte, er könne keinen Schritt mehr weiter, hielt die Maus vor einem dichten Gestrüpp an.

"Auf der anderen Seite findest du den, von dem ich erzählt habe. Er wird dich heilen", sagte die Maus.

Rufus streckte seinen Kopf durch den Busch.

Rote, feurige Augen starrten ihn aus einem grünen Gesicht an. Rauch stieg aus tunnelgrossen Nasenlöchern und Zähne so gross und scharf wie Sicheln ragten aus dem offenen Maul. Rufus bekam den Schrecken seines Lebens und kippte hintüber. Die Maus lachte, bis ihr Tränen über die Bäckchen und die Schnauzhaare entlang liefen.

Als Rufus fähig war, einen tiefen Atemzug zu nehmen und wieder auf die Beine kam, stand er einen Moment bockstill. Dann starrte er, dann gluckste er und lachte schliesslich schallend.

Rufus setzte sich die Maus vorsichtig auf den Kopf und gemeinsam schnitten sie ihren Speigelbildern im Waldsee Grimassen.

ENDE

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