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09.06.2013

Drachenfeuer (Teil 2)

Im Schlimmsten wird das Feuer so heiss, dass es den Drachen von innen in Asche verwandelt.         

Rufus hatte schreckliche Laune!

"Ich muss den Schluckauf los werden. Schnell!", dachte er, "Aber wie?"

Den ganzen Morgen verbrachte er damit, alle Hausmittelchen auszuprobieren, die Generationen von Drachen weitergegeben hatten. Er hielt die Luft an, bis seine Ohren pflaumenblau anliefen. Er schluckte so lange leer, bis sich sein Hals anfühlte, als liefe Lava über Schmirgelpapier. Und er zählte jedes Mittagessen der letzten zwei Wochen auf.

"… Schwartenmagen… Ritter Kunibert… Blutwurst… ein Minnesänger (wahrscheinlich wurde ich wegen dem krank, so wie der gestottert hat)… Kutteln… Ah! Jetzt ist er weg!"

Jede Methode schien zu helfen. Doch immer wenn ein erleichtertes Lächeln über sein Gesicht flog, kam der blöde Schluckauf zurück. Schliesslich blieb nur ein Mittelchen übrig: Rufus musste sich erschrecken.

Einfacher gesagt, als getan. Rufus besuchte alle seine Freunde. Das Einhorn, die Seeschlange und die Waldtrolle. Aber keinem gelang es, Rufus zu erschrecken. Nicht einmal seiner
Cousine Freya, obwohl die den Ruf hatte, mit ihrem Aussehen Wackelpudding in Stein verwandeln zu können. Am Ende seiner Weisheit, beschloss Rufus, die Sumpfhexe zu suchen.

Rufus war noch nie so weit nach Süden gereist. Er musste nach dem Weg fragen. Aber weil er war, wer er war, flüchteten die meisten Menschen und Tiere, lange bevor er sagen konnte, was er von ihnen wollte.

Sein Kopf fühlte sich an wie Hammer und Amboss in einem. Seine Temperatur stieg wie eine Lerche im Frühling. Gerade, als er sich hinlegte und darauf vorbereitete, in den Boden zu schmelzen, hörte Rufus eine Stimme.
(Fortsetzung folgt)

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