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25.05.2013

Drachenfeuer (Teil 1)

Eine Geschichte sollte mit einem Knall beginnen. Ganz sicher nicht mit langen, medizinischen Erklärungen. Aber, da nicht jeder mit dem Körperbau eines Drachen vertraut ist, müssen wir hier "Feuerspucken für Anfänger" einbauen, damit Ihr versteht, in was für einer Klemme Rufus an jenem Morgen steckte.

Gleich nach dem Aufwachen spürte er es kommen: dieses unverwechselbare Kribbeln hinter den Ohren, das Kräuseln direkt unter seinem Bauchnabel, gefolgt von einem Pochen in der Brust, das sich mit seinem Herzschlag ein Rennen lieferte. Vor Angst bekam er einen Kloss im Hals. Er versuchte noch, es zurückzuhalten. Vergebens! Begleitet von einem Gefühl wie gefrorene Füsse auf Kohlen brach es mit einem höhlenwanderschütternden "Hick!" aus ihm heraus.

"Na und?", werdet ihr fragen. "Hatte ich auch schon."

Der durchschnittliche Mensch empfindet einen Schluckauf, je nach Situation, als lustig oder lästig. Rufus durchlief alle Stationen von Panik, einschliesslich Erröten, zu Berge stehenden Nackenschuppen und Stinkefüssen.

Und hier kommt eben der Körperbau ins Spiel. Oder...
Oder die Anatomie, wie es die Ärzte nennen. Eine Drüse in der Leber, gleich neben der Gallenlase, filtert die Drachenfeuer-Zutaten (vor allem Schwefel und Phosphor) aus dem Blut, mischt sie und spritzt diesen Zündstoff durch eine Knorpelröhre in den Magen. Dort entfacht eine chemische Reaktion mit der Magensäure das Drachenfeuer und der Drache kann es ausspucken, indem er seine Bauchmuskeln zusammenzieht.

Weil Schluckauf ein Bauchmuskelkrampf ist, kann er zu immer häufigeren Feuerstössen führen. Gleichzeitig schluckt der Drache ungewöhnliche Mengen Sauerstoff mit jedem Hick. Sauerstoff macht Feuer heisser. Im besten Fall schmilzt ein Drache mit Schluckauf ein Loch in die Erdoberfläche. Im Schlimmsten wird das Feuer so heiss, dass es den Drachen von innen in Asche verwandelt.
(Fortsetzung folgt)

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