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14.04.2013

Der Englische Autor David Hough beantwortet 13 Fragen




Ich freue mich, ein "Blog-Hüpfen" zwischen dem Englischen Schriftsteller David Hough, dessen neuste Bücher durch "Cloudberry" veröffentlicht werden, und mir zu präsentieren. Wir interviewen einander und posten die Antworten auf unseren Blogs. Wenn Ihr Euch seinen Beitrag ansehen wollt, findet Ihr ihn unter www.acloudofbooks.co.uk

Vor einigen Jahren lernte ich David an der "Swanwick Writers' Summer School" in Derbyshire, England, kennen. Er fiel mir sofort als angenehmer Schreib-Kollege auf, immer bereit, einem mit Ratschlägen zur Seite zu stehen. Seine Bücher wurden bereits in den USA veröffentlicht, und ich freue mich für ihn, dass die Werke nun bei "Cloudberry" herauskommen.

Die wichtigste Frage zuerst, David: Wann erscheinen Deine Bücher?
Die ersten drei "Cloudberry" Publikationen sind bereits als Kindle-Version bei Amazon erhältlich. Die Titel sind: "King's Priory", "The Long Road to Sunrise" und "The Gallows on Warlock Hill". Sie wurden von "Cloudberry" ausgewählt, weil sie eine Trilogie um diverse Familien bilden, die im gleichen Englischen Dorf leben. In Kürze erscheinen drei weitere Bücher bei "Cloudberry": "The Vanson Curse", "Prestwick" und "Lieutenant St Vincent's Disgrace".

Warum hast Du angefangen zu schreiben? Gab es ein bestimmtes Ereignis, das Dich angestachelt hat?
Tief im Inneren war ich schon während der Schulzeit ein Autor. Bücher und das Schreiben habe ich mein Leben lang genossen. Mein Zuhause quillt über mit Büchern. Vor zehn Jahren liess ich mich von meinem Job bei der Luftaufsichtsbehörde


pensionieren und wusste von Anfang an, dass ich mein Rentnerdasein produktiv gestalten wollte. Das Schreiben stand zu oberst auf meiner Liste. Zu jener Zeit erschienen zwei kurze romantische Romane von mir in Grossbritannien und ich war dabei, meinen ersten langen "handfesten" Roman zu verfassen. Er erschien 2004 mit dem Titel "Tangle of Roots" bei "BeWrite Books", einem kleinen Englischen Verlag.

Welches Genre schreibst Du?
Ich hatte bisher grosses Glück, dass keiner meiner Verleger darauf bestand, dass ich mich auf ein Genre beschränke. Einige meiner Bücher – inklusive der drei auf Amazon – sind Genre übergreifend. In anderen Worten, sie enthalten Elemente diverser Genres, je nach dem, wonach die Geschichte verlangt. Ich habe einen "reinen" Flieger-Roman mit dem Titel "Prestwick" geschrieben. In ihm verwende ich mein Aviatik Wissen. Er wird bald unter dem "Cloudberry"-Banner auf Amazon zu finden sein. Ich habe auch historische Romane geschrieben; unter anderem "The Vanson Curse" und "Lieutenant St Vincent's Disgrace". Sie spielen beide in Cornwall. Der Cornische Zweig der Vanson Familie gehört zu meinen Vorfahren, aber die Geschichten über sie sind reine Erfindung.

Was findest Du schwieriger, eine Geschichte aufs Papier zu bringen, oder sie zurechtzufeilen?
Man sagt, ein Buch zu schreiben sei 1% Inspiration und 99% Transpiration. Ich habe keine Probleme damit, Grundideen für meine Geschichten zu finden: das eine Prozent. Ideen sind überall, warten nur darauf, verwendet zu werden. Zeit, Anstrengung und Schweiss liegen im Aufschreiben und Zurechtfeilen. Sobald ich meinen ersten Entwurf fertig habe, überarbeite ich die Geschichte vier oder fünf Mal, bevor ich überhaupt daran denke, sie einem Verleger zu schicken. Auch dann sind sie nicht perfekt und erfordern weiteres Umschreiben, ehe sie druckfertig sind. Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen, dass sich meine Arbeitszeit folgendermassen einteilt: 1% Grundidee und Inspiration, 9% Entwerfen des roten Fadens durch die Geschichte, 45% Fertigstellen einer ersten Version und 45% Zurechtfeilen bevor ich die Geschichte dem Verleger schicke.

Hast Du einen Liebling unter deinen Büchern und warum?
"King's Priory" ist wohl mein liebstes. Es ist die Geschichte eines Mannes, der die Lösung seiner gegenwärtigen Probleme sucht, indem er in die Vergangenheit seines Grossvaters eintaucht, der ein Fighter-Pilot im 2. Weltkrieg war. Ich mag es, weil ich darin meine Ansichten über die menschliche Existenz erforschen konnte: die Idee, dass wir alle eine Lebensaufgabe haben, einen Grund zu lernen, und unserer Seele zu helfen, sich zu entwickeln. Versteh' mich nicht falsch, es ist kein religiöses oder spirituelles Buch. Ganz im Gegenteil. Es enthält Spannung, Liebesgeschichten und Geheimnisse im Überfluss. Aber da ist ein subtil unterlegtes Thema durch die gesamte Handlung hindurch. Falls man sich je an nur ein Buch von mir erinnert, möchte ich, dass es dieses ist.

Wie integrierst du das Schreiben in Deinen Tagesablauf?
Da ich pensioniert bin, habe ich kein Problem, das Schreiben in mein Leben zu integrieren. Meistens erwache ich frühmorgens, zwischen sechs und sieben, und ich denke darüber nach, woran ich an dem Tag arbeiten werde. Ich schalte meinen Computer nicht ein, bevor ich nicht eine Tasse Tee in der Hand halte und weiss, was ich schreiben werde. Ich unterbreche die Arbeit nach etwa einer Stunde, frühstücke und gehe aus, um die Zeitung zu kaufen. Dann löse ich bei einer weiteren Tasse Tee das kryptische Kreuzworträtsel. Es ist dann zirka zehn und ich bin bereit, an den Computer zurückzukehren, um weiter zu schreiben. Kurz nach zwölf unterbreche ich fürs Mittagessen. Ich werde danach noch etwa zwei bis drei Stunden am Nachmittag schreiben und ungefähr zwei Stunden am Abend.

Abweichungen? Ja. An zwei Tagen pro Woche kümmern sich meine Frau und ich um unseren schnuckeligen, dreijährigen Grosssohn, Henry. Er liebt es, in mein Arbeitszimmer zu kommen, auf meine Knie zu klettern und zu fragen: "Kann ich Henry sehen?" Dann schliesse ich das Manuskript, an dem ich gerade arbeite, und ersetze es durch ein Henry-Video.

Falls Du je das Genre wechseln wolltest, was würdest Du gerne schreiben?
Wenn ich mich für ein einziges Genre entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich Historische Romane. Man kann in der Geschichte so viel erforschen, es gibt so viele interessante Ereignisse und Charaktere. Und Recherche ist ein Teil des Schreibens, den ich geniesse. Ich habe grobe Pläne für eine Serie von Geschichten, die einem Mann (einem Soldaten) durch die Jahre des 1. Weltkriegs folgen. Sein Vater war Deutscher, seine Mutter Engländerin. Er steckt in der Mitte. Die Serie würde viel Raum für innere Dialoge und Suche-nach-dem-Ich bieten. Den roten Faden durch das erste Buch habe ich schon gesponnen. Falls ich die Zeit finde, alle drei Bücher fertigzustellen, werde ich versuchen, sie als Trilogie zu verkaufen. Ich würde lieber diesen Weg gehen, als ein einzelnes Buch schreiben, wenn schon so viele Schriftsteller exzellente Bücher zu dem Thema geschrieben haben.

Welcher Deiner Sinne ist beim ersten Funken einer Idee am meisten beteiligt?
Eine schwierige Frage, aber ich werde versuchen zu antworten. Ich finde meine Grundideen in der Welt um mich herum. Manchmal durch etwas, was ich sehe, aber noch öfter durch etwas, was ich lese. Vielleicht ein Zeitungsartikel, ein Auszug aus einem Magazin oder ein Buch. Vor Jahren las ich ein faszinierendes Buch über Stämme der Amazonas Indianer. Als ich über Forscher las, die ein Kind auf eine ihrer Expeditionen mitnahmen, tauchte eine Frage in mir auf: Was würde geschehen, wenn dieses Kind im Dschungel des Amazonas verloren ginge? Das war der Kern einer Kurzgeschichte, die sich später zu einem Roman entwickelte. Diese Geschichte erscheint heute unter dem Titel "The Long Road to Sunrise" neu. Die kurze Antwort zur Frage muss also "das Sehen" sein.

Gibt es Veranstaltungen, die Du im Zusammenhang mit Deiner Schreibtätigkeit besuchst?
Ja. Ich besuche jedes Jahr im August die "Swanwick Writers' Summer School". Dort habe ich dich, Karin, und auch meine jetzige Verlegerin zum ersten Mal getroffen. Ich besuche einen wöchentlichen Kurs in Dorset, der von der Schriftstellerin Della Galton geleitet wird. Obwohl ich bereits mit vier verschiedenen Verlagen gearbeitet habe, lerne ich immer wieder Neues über verschiedene Schreibtechniken. Und ich fühle mich geehrt, zu Treffen der "Dunford Novellists" eingeladen worden zu sein. Nur eingeladene Autoren dürfen bei diesen Treffen dabei sein.

Gehörst Du Schreib-Organisationen an?
Ich war Mitglied diverser online Organisationen, die mir die Möglichkeit geben sollten, mein Schreiben bekannt zu machen. Ich bin immer wieder enttäuscht ausgetreten. Organisationen, die ich sehr schätze sind jene, wo man sich mit anderen Autoren austauschen kann: Swanwick, Della Galtons Kurs und die "Dunford Novellists".

Wie können Leser Dich erreichen?
Ich bin immer für Leserkontakte offen, entweder über mein Blog: www.acloudofbooks.blogspot.co.uk oder über meinen Verlag, "Cloudberry".

Wie wichtig ist Leser Feedback für Dich?
Sehr wichtig. Deswegen nehme ich auch Auszüge meiner Arbeit mit zu Dellas Kursen. Ich lese das Stück vor – normalerweise etwa 1000 Worte – und erwarte dann Kommentare und Anregungen der anderen Teilnehmer. Ich gewinne dadurch immer wertvolle Informationen, die mir helfen, den Text zu verbessern.

Was ist das beste Buch, das Du je gelesen hast?
"The Chrysalids" von John Wyndham. Als ich es zum ersten Mal las, war ich ein Teenager in Bath. Ich habe es seither viele Male gelesen und es spricht mich immer noch an. Es ist eine postapokalyptische Fantasy Geschichte und ich bin eigentlich gar kein Fantasy Fan… Aber diese Geschichte liebe ich. Ich werde nicht den Spass verderben, indem ich die Geschichte erzähle. Nur so viel: Das Buch enthält eine äusserst wichtige Botschaft für die Welt des 21. Jahrhunderts und die Probleme, denen wir begegnen.

Tja, David. Vielen Dank für das Beantworten meiner Fragen. Ich freue mich schon sehr darauf, Dich im August wieder in Swanwick zu treffen. Alles Gute mit Deinen neuen Publikationen. Wir freuen uns darauf, in der Zukunft mehr von Dir zu hören.

               

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