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13.01.2013

Warnschilder (Teil 2)

Auf dieser Reise jedoch, waren die Götter nicht mit uns. Es regnete schon seit wir in der Schweiz gelandet waren, und bisher hatten wir noch kein Blütenblatt von Interesse für uns entdeckt; geschweige denn eine ganze Orchidee. Wenigstens hielt der Regen die Wanderer fern. Falls wir also eine fänden, bestand die Chance, dass wir sie pflücken konnten, ohne dass es jemand bemerkte.

Höher und höher stiegen wir. Ich fühlte mich beobachtet. Nein, es war mehr. Bedrohung war das richtige Wort, obwohl der Wald still blieb. Sogar die Vögel schienen diesen Ort zu meiden. Es war schwierig zu beschreiben, und doch fast greifbar, und mit jedem Schritt festigte sich die Vorahnung.

"Die Schweizer haben seltsame Legenden was mit Leuten geschieht, die aus dem Wald stehlen", versuchte ich es erneut. "Willst du, dass deine Hand aus dem Grab wächst?"
Mike stoppte und starrte mich an. "Was ist mit dir los? Das Gerücht über einen Fluch hat dich nicht davon abgehalten, jene Orchidee von der Mauer eines Maya Tempels zu schneiden."

"Etwas stimmt mit diesem Ort nicht", antwortete ich. "Etwas sagt mir, wir sollten nicht hier sein."

"Du liest zu viel Schiller. Ausserdem geht es bei der Legende um illegale Abholzung im Bannwald. Wir rühren die Bäume nicht an. Versprochen." Kopfschüttelnd trottete Mike weiter.

Das war der Moment, als ich dachte, ich hörte ein Kind lachen. Eine Familie auf einem Ausflug? Ich sah mich um. Aber alles blieb ruhig; nicht einmal ein Windhauch im Blätterdach. Die einzigen Geräusche kamen vom Regen, der auf unsere Jacken klatschte, auf dem toten Laub am Boden raschelte und in den Bäumen plapperte.

"Dort!", schrie Mike, dass ich hochfuhr.
(Fortsetzung folgt)

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