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18.04.2012

Das Gehmnis der venezianischen Perlen (Teil 15)


Leuchtturm auf der Insel St. Martin's

"Du machst Witze!", rief Chris.

"Unmöglich", sagte Nicky. "Ich hab dich nach deinem Buch jagen sehen. Du warst behände wie eine Katze. Du hinkst nicht einmal."

"Ist aber wahr."

Daniel lächelte schüchtern, als erwarte er, dass die beiden sich jeden Moment umdrehen und davon gehen würden.

Für einen Moment standen sie stock still. Schliesslich räusperte sich Chris und fragte:

"Und warum… Ich meine… Wie ist es..?"

"Wie ich mein Bein verloren habe?"


Chris nickte.

"Autounfall. Meine Eltern waren nur leicht verletzt, aber mein Bein wurde zwischen den Sitzen eingeklemmt und durch scharfe Metallteile des Bodens verletzt. Als man mich endlich aus dem Wrack befreit hatte, konnte das Bein nicht mehr gerettet werden."
Er zuckte die Schultern und setzte sich auf die Bank. Nicky setzte sich neben ihn.

"Tut es weh?", fragte sie.

"Überhaupt nicht. Am Anfang natürlich, aber jetzt nicht mehr. Manchmal habe ich Phantomschmerzen. Klingt verrückt, aber dann fühlt es sich an, als stünde etwas Schweres auf meinem Fuss. Das dauert aber meist nicht lang. Und im Sommer juckt es manchmal. Es ist ok. Wirklich. Ich fühle mich nicht behindert. Ich kann fast alles machen."

"Ausser ein normales Rad fahren." Chris kam näher.

"Oh, mein Fahrrad ist normal. Ich brauche nur ein spezielles Pedal. Dann befestige ich eine Klammer an meinem Schuh, die ich im Pedal einhänge. Sonst würde ich ständig abrutschen."

"Woraus ist dein Bein?", fragte Nicky.

"Hauptsächlich Holz."

"Und wie ist es befestigt?"

"Ich stülpe eine Art Leder-Ärmel über mein Knie, das glücklicherweise noch da ist, und binde mit Schuhbändern zu."

Chris schob sich etwas näher an Daniel. "Kann ich mal anfassen?", fragte er.
(Fortsetzung folgt)

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