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12.02.2012

Das Geheimnis der venezianischen Perlen (Teil 6)

2.) nickyadventure@myblog.com: Wir lernten einen Herrn kennen, der auch bei Granny wohnt. Er sagt, er arbeite für eine Versicherung. Aber er hat ein so militärisches Auftreten, dass Chris und ich ihn "den General" nennen.

"Guten Tag, junger Mann. Junge Dame", grüsste er sie mit lauter, zackiger Stimme. Ein militärisches Nicken begleitete seine Worte.

Chris hatte das Gefühl, dass nur noch das Absatzklacken fehlte, um den deutschen Offizier aus den alten Filmen aufleben zu lassen.

Steif schüttelten Nicky und Chris die ausgestreckte Hand des Mannes und sagten hallo. Da kam ihre Grossmutter herein. Sie trug ein Tablett mit Tee und Keksen.

"Ah! Da seid ihr ja!", rief sie und stellte das Tablett auf den Tisch.
Sie umarmte Chris innig und küsste ihn auf die Wange, was ihm vor einem Fremden doppelt peinlich war.

"Hattest du eine gute Reise?"

Chris nickte und richtete die Grüsse seiner Eltern aus. Weder er noch Nicky hielten es für nötig, ein Wort über den Vorfall am Heliport zu verlieren.

"Ihr habt euch mit Mr Stevenson bekannt gemacht?", fragte Granny. "Er war schon zwei oder drei Mal hier auf Urlaub. Das sind übrigens meine Grosskinder. Nicole und Christian."

Sie sprach den Namen von Chris schweizerdeutsch aus. Die harten Konsonanten liessen Mr Stevenson die Stirn runzeln.

"Ein schwedischer Name?", fragte er.

"Nein, schweizerisch. Ich bin aus Bern", sagte Chris

"So? Ich konnte kaum einen Akzent in deinem Englisch feststellen."

"Mutter nimmt es mit der Sprache sehr genau. Sie ist Journalistin. Wir sprechen meistens Englisch zu Hause."

"Und dein Vater arbeitet wohl für eine Bank, was?"

Chris grinste. Unglaublich, wie viele Leute dachten, alle Schweizer seien entweder Bankiers
oder Uhrmacher.

"Nein", antwortete er. "Er ist Historiker."

Ein enttäuschtes "Oh!" war die Antwort.

"Mein Vater arbeitet für eine Bank, wenn Sie das tröstet", warf Nicky ein, ihre Hände in die Hüfte gestützt. "London Bank International Inc."

Der Schnurrbart von Mr Stevenson zuckte, als er lächelte. "So, so? Dann kenne ich ihn vielleicht. Wie heisst er denn?"

"Natürlich Richards, wie Granny. Aber Sie haben ihn bestimmt noch nie getroffen. Er betreut keine Privatkunden, sondern organisiert Ausstellungen und andere von der Bank gesponserte Sachen. Was arbeiten Sie eigentlich?"

"Nicky! Sei nicht so frech", schalt Granny.

"Schon in Ordnung Mrs Richards. Nachdem ich die beiden so ausgefragt habe, ist es nur fair, wenn ich ihnen von mir erzähle. Ich arbeite für eine Versicherung."

"Oh, ich hätte geschworen, Sie seien in der Armee oder so was", meinte Chris.

"Langweilt Mr Stevenson nicht mit eurer Neugierde. Der Tee wird kalt", unterbrach Granny.


           
Später zeigte Nicky ihrem Cousin sein Zimmer. Das Gasthaus war ausgebucht. Zusätzlich zum General, wie Nicky und Chris Mr Stevenson unter sich nannten, wohnten zwei weitere Ehepaare dort. Sie hatten einen Ausflug zur Blumeninsel Tresco unternommen und würden zum Abendessen zurück sein.

"Du hast Glück, dein eigenes Zimmer zu haben", meinte Nicky und liess sich aufs Bett plumpsen. "Ich schlafe in Grannys Doppelbett. Sie schnarcht fürchterlich."

"Warum hast du nichts von dem Mann erzählt, der dich angegriffen hat?", fragte Chris nach einer Weile.
(Fortsetzung folgt)

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