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24.11.2011

Flucht (Teil 3)

In dem Moment öffnete sich eine Tür nicht weit von der Stelle, an der ich angehalten hatte.
Herr Wyss kam heraus, seinen Spaniel Jojo an der Leine. Das war die Lösung! Herr Wyss war IT Spezialist. Er arbeitete meistens von zu Hause aus, aber ein Mal pro Woche fuhr er ins Hauptbüro seiner Firma nach Schaffhausen.


"Herr Wyss, Herr Wyss!", rief ich ihm hinterher.


Er drehte sich um. "Ah, Daniel", sagte er. "Probierst du neue Tricks aus?"

"So was in der Art. Ich sah Sie mit Jojo herauskommen nd dachte, ich könnte meiner Mutter einen Anruf ersparen. Fahren Sie morgen zufälligerweise nach Schaffhausen?"


"Morgen. Freitag?", murmelte er. "Ja, ganau. Warum?"


"Naja, wir haben ein längeres Wochenende. Irgend so'n Lehrerseminar. Meine Eltern haben mir erlaubt, Kevin zu besuchen. Ich muss nur das Ticket selber bezahlen. Ich habe genug für eine Einfachfahrt, aber..."


"Ach, so!" Herr Wyss grinste. "Natürlich kannst du mit mir kommen. Als ich in deinem Alter war, hatte ich auch nie genug Taschengeld. Du sagst, deine Eltern sind einverstanden?"


"Klar!"


Da kam Mutter heraus. Wahrscheinlich suchte sie nach mir und sah uns plaudern.


Sie winkte und rief: "Guten Abend, Herr Wyss. Er hält Sie hoffentlich nicht auf?"


"Absolut nicht, Frau Müller", rief er zurück. Zu mir sagte er: "Ich fahre früh los. Um fünf vor meiner Tür. OK?"


"Cool!", sagte ich. Ich bemerkte erst jetzt, dass ich den Atem angehalten hatte. Ich rannte nach Hause. Was für ein Glück. Ausnahmsweise hatte Mutter nicht lautstark gefragt, was ich da treibe.


Bevor ich zu Bett ging, packte ich meinen Rucksack, ärgerte mich über meinen kläglichen Rest Taschengeld und schickte Kevin eine SMS. Falls er erstaunt war, von mir zu hören, liess er es sich nicht anmerken. Seine Antwort war: KLAR KANNST DU BEI MIR PENNEN.
TREFFPUNKT MUNOT 16.00.


Herr Wyss war super nett, lud mich sogar in einer Autobahn-Raststätte zum Frühstück ein. Als ich ihm sagte, wo ich mich mit Kevin verabredet hatte, brachte er mich sogar  hin. Ich hatte beinahe ein schlechtes Gewissen wenn ich daran dachte, wie ihm meine Eltern die Hölle heiss machen würden, wenn sie herausfanden, dass er mich mitgenommen hatte. Aber jetzt war es zu spät.
(Fortsetzung folgt)

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