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16.10.2011

DRACHENFEUER (Teil 3)

"Was ist denn mit dir los?", wollte die Maus wissen.

Rufus erzählte ihr von seinem Problem, dass ihm niemand helfen konnte, und dass er deswegen bald zum geschmolzenen Erdkern gehören würde.

"Ach? Weiter nichts?", fragte die Maus. "Ich kenne jemanden, der dich erschrecken kann. Komm mit!"


Und sie führte Rufus über die Ebene und in den Wald. Sie überquerten einen Sumpf, kämpften sich durch Brombeerbüsche und ein Mikado-Labyrinth, das der letzte Sturm im Buchenwald hinterlassen hatte. Als Rufus dachte, er könne keinen einzigen Schritt mehr tun, hielt die Maus plötzlich vor einem dichten Dornbush an.

"Auf der anderen Seite findest du den, von dem ich dir erzählt habe. Er wird dich heilen", sagte die Maus.

Rufus streckte seinen Kopf durch das Gebüsch. Die Maus hatte nicht zu viel versprochen. Rote, feurige Augen starrten ihn aus einem grünen Gesicht an. Aus Nasenlöchern so gross wie Tunnel stieg Rauch, und eine Schnauze voller sichelscharfer Zähne öffnete sich.

Rufus bekam den Schreck seines Lebens und fiel beinahe in Ohnmacht, geschwächt wie er war. Die Maus lachte, bis ihr Tränen übers Gesicht strömten. Als Rufus wieder fähig war, einen tiefen Luftzug zu nehmen und auf die Füsse zu kommen, stand er einen Moment ganz still. Dann starrte er, dann grinste er und schliesslich platze auch er fast vor Lachen.

Sachte nahm Rufus die Maus, setzte sie sich auf den Kopf. Gemeinsam schnitten sie Grimassen und freuten sich an ihrem Spiegelbild auf der Oberfläche des Waldsees.

ENDE

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