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03.12.2016

Auf die Liebe (Teil 4)



Ich nähere mich dem Anfang des Sagenweges. Ab dort windet sich der schmale Pfad durch eine Minischlucht und den Wald zum Burgfelsen. Als Kinder verbrachten Rita und ich fast jede freie Minute auf der Ruine Rifenstein zwischen Reigoldswil und Titterten. 


Es gibt viele Sagen über das alte Gemäuer, das heute aus einem gewissen Winkel eher einem hohlen Zahn, als einer stattlichen Ritterburg gleicht. Schätze sollen dort vergraben sein, sagt man. In gewissen Nächten soll eine goldene Deichsel aus dem Felsen ragen. Wem es gelänge, den dazu gehörenden Wagen aus dem Berg zu ziehen, dürfe den Schatz behalten. Stoff genug, Kinderphantasien anzuregen. 

Ich geniesse das Rauschen des Baches, wie die Sonne durch das spärliche Blätterdach scheint, wie meine Schritte im Laub vom Vorjahr rascheln, sogar wie Herz und Atem vor Anstrengung schneller gehen. Der Geruch von Bärlauch sticht mir in die Nase. Wie viele Kilo davon muss ich gepflückt und für den Salat nach Hause getragen haben? Mutter hackte ihn auch, legte ihn in Öl ein. Heute nennt man das Bärlauch-Pesto, für uns war es einfach Frühlingsöl. 

Unten am Burgfelsen lasse ich meine Stöcke zurück. Eine schmale, bröckelige Treppe führt zur Burg. Schilder warnen: Betreten auf eigene Gefahr. Ich muss über den Widerspruch schmunzeln: Warnschilder, aber drei Grillstellen. Ich klammere mich ans Geländer. Als ich zum Rekognoszieren hierherkam,

26.11.2016

To Love (Part 3)



A gaggle of women doing Nordic Walking approaches. They say hello. From the horse riding stables onwards, the asphalt road makes way to gravel. The Bernese Mountain Dog barks like mad. Even that rouses nostalgic feelings. The meadows glow in rich green, but the orchards are still asleep. A few warm days, and the buds will explode into bloom.


It had been just such a glorious April morning, then in 1981, when Father tried to explain in a tear-smothered voice that Mother had died. A neighbour had called him at the joinery to tell him that Maya had collapsed. She'd found her by the letterbox. We've never found out if her heart had given up there or if she'd still crawled that far. 

I didn't get it. Only old people died. I felt all numb inside. In the village and at school, everybody wanted to comfort me. What for? I wasn't sad – I thought – just furious. I tried to talk to Father about it, wanted to ask him, what was wrong with me. Every time I tried, he burst into tears. Fortunately, I had Rita.

19.11.2016

Auf die Liebe (Teil 3)



Am ersten Tag, hatte ich mit dem Gedanken gespielt zu klingeln, und zu fragen, ob ich das Haus besichtigen dürfe. Doch ich sah davon ab. Je weniger Leute wussten, wer ich war, desto besser.

Eine Gruppe Nordic-Walkerinnen kommt mir entgegen, grüsst. Ab dem Reiterhof wird die Strasse von einem gemergelten Weg abgelöst. Der Berner Sennenhund dort verbellt mich. Sogar das heimelt an. Die Wiesen strahlen in sattem Grün, aber die Obstbäume schlafen noch. Ein paar warme Tage, und die Knospen werden in eine weisse Blütenpracht explodieren.


Es war ein ebenso schöner Aprilmorgen gewesen, damals 1981, als Vater mit tränenerstickter Stimme zu erklären versuchte, dass Mutter gestorben war. Eine Nachbarin hatte ihn in der Schreinerei angerufen, die Maja sei zusammengebrochen. Sie hätte sie vor dem Briefkasten gefunden. Wir haben nie herausgefunden, ob der Herzinfarkt sie dort übermannte, oder ob sie sich noch so weit hatte schleppen können.

Ich begriff das nicht. Nur alte Menschen starben. In mir war alles taub. Im Dorf und in der Schule wollten mich alle trösten. Wozu? Ich war nicht traurig – dachte ich – nur wütend. Ich versuchte mit Vater darüber zu reden, wollte ihn fragen, was mit mir nicht stimmte. Jedes Mal brach er in Tränen aus. Zum Glück war da Rita.

12.11.2016

What else has happened...



The last week of October was a busy one. 

On Wednesday, the last 2016 AUTILLUS gathering of the Bernese members took place. With seven participants, we managed a new record and had to move from a normal to a round table. Impending launches, websites and the crime writing days in the town of Burgdorf made for interesting topics.
 
from left: Karin Widmer, Oskar Weiss, Roland Zoss, Martine Barrelet, Christine Rothenbühler and Peter Kummer
Burgdorf was the place I headed to on Sunday. Mitra Devi, Alice Gabathuler and Tom Zai were reading there from "Mord in Switzerland Band 2" (Murder in Switzerland Volume 2). Also a must was Petra Ivanov's reading from her newest novel "Täuschung" (Deception). 
 
Murderous Band: f. l. Mitra Devi, Tom Zai and Alice Gabathuler
There was still enough time in between readings to meet friends, make interesting new acquaintances, and to banter.

My first visit to the crime writing days in Burgdorf certainly wasn't the last.